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Es ist geschafft!
Wir haben heute Sonntag, den 20.04. 2008. Mein Pferd und ich leben noch!
Nicht nur, dass wir beide wohl auf sind - wir haben eine klasse Leistung
vollbracht und auch noch viel Spaß gehabt.
Mehrere unter den heimischen Pferdeleuten haben nicht an ein gutes Ende
geglaubt.
Ich war in den letzten Wochen stark in die Kritik geraten, als ich frohen
Mutes behauptete im April zum Trainingswochenende für Distanzreiter fahren
zu wollen.
Neben einer klaren Ansage meinem armen, alten Pferd den Rest geben zu
wollen, wurde mir mehrmals im Guten angeraten, dem Pferd und mir zuliebe
nicht zu fahren. Diskussionen folgten: Vorurteil vs.
Bücherwissen.
Traurig aber wahr: Weder die Gegenseite, noch ich wussten eigentlich wovon
wir redeten, da keiner eigene Erfahrungen mit der Distanzreiterei gemacht
hatte.
Zugegebenermaßen war ich jetzt wirklich sehr verunsichert. Ein Anruf bei
Rico, den ich auf der Leipziger Messe kennen gelernt hatte, beruhigte mich
und ich sah alles wieder optimistischer.
Und dann ging es los:
Ich mischte mich mit meiner 18-jährigen Haflingerstute Nelli unter das
Völkchen der Distanzreiter. Wir waren zum Trainingswochenende für
Distanzreiter; und die, die es werden wollen - vom 18. - 20.04.08 in Audthausen.
Am Freitag Nachmittag Ankunft in Audthausen: Die Pferde waren in einer
Reithalle abseits des Ortes untergebracht. Nach einem Ausritt traf man
sich in der Gaststätte in Pressel zur Besprechung und anschließendem
gemütlichen Teil.
Am Sonnabend wurde es ernst. Tagesziel waren 50 km Strecke in Gruppen
geritten, die sich im Tempo unterschieden. Mir war allerdings nicht klar,
wer nun was unter schnell oder langsam versteht. Dass ich in die
schnellste Gruppe reingerutscht war, wurde mir eigentlich erst im
Nachhinein bewusst. Ich fühlte mich aber sehr gut aufgehoben. Mein
heißes, fleißiges Pferdchen; offensichtlich auch.
Am Nachmittag kamen zeitlich versetzt alle wieder in Audthausen an. Ross
und Reiter/Fahrer haben die 50 km gut überstanden. Auch die Organisation
war tadellos. Die Streckenauswahl war phantastisch und in der
Mittagspausestand dank großer Wiese und Trosser alles bereit, was Pferd-
und Reiterherz begehrt.
Am Abend ging beim Grillen am Lagerfeuer alles wieder gemütlich zu.
Am Sonntag stand noch ein Fotoshooting auf dem Programm, um für ein
Gruppenfoto zu posieren. Danach ging ein Teil zum Ausritt über und die
Übrigen bereiteten die Heimfahrt vor.
Mit Stolz, der deutlich größer war als mein Muskelkater, trat ich den
Heimweg an.
Was für ein grandioses Wochenende!
Vielen Dank noch einmal an die erfahrenen Distanzreiter, die mir mit Rat
und Tat zur Seite standen und mir die Tür für den Einstieg in eine
großartige Reitdisziplin geöffnet haben.
Ich freue mich auf ein baldiges Wiedersehen.
Ein besonderer Dank gilt auch Petrus. Trotz schlechter Wetterprognosen war
das Wochenende trocken und angenehm kühl.
Mit lieben Grüßen
Eure Monja
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