2. Boxbergdistanz

24.06.2006 | Gotha / Boxberg

Distanzritt und -fahrt über 32 und 64 km

Gedanken eines Distanzreiterneulings

 

Am 24.06.06, 8:20 Uhr war es für mich und meinen ?Dicken? (Geronimo) endlich soweit. Nach einer sehr unruhigen Nacht, ich konnte vor Aufregung kaum schlafen, unser erster Start bei einem Distanzritt. Schon kurz nach dem Start, die ersten Zweifel: Was tust du da eigentlich? Mein Geronimo wollte erst mal gleich los galoppieren. Na prima, das konnte ja heiter werden! Doch irgendwie kann man es schon verstehen, denn diese Rennbahn lud ja förmlich dazu ein. Bevor es aber in den Wald ging, hatte ich ihn wieder unter Kontrolle und unserer ?Angriff? auf die 32 km-Strecke konnte beginnen...

 

Wie gesagt, Geronimo und ich waren Neulinge auf diesem Terrain und wussten nicht, was uns erwarten würde. Bis dato hatten wir zwar schon einige Touren hinter uns,  aber noch nie unter Wettkampfbedingungen. Wir hatten immer alle Zeit der Welt.

 

Natürlich hab auch ich mir vorher einige Informationen von Reitern eingeholt, welche im Vorjahr schon Teilnehmer hier waren, denn ganz blauäugig wollte ich ja nun auch nicht an den Start gehen.

 

Meine größte Sorge galt eigentlich unserem Reittempo. Der Trab wäre ja wohl die optimale Gangart für einen Distanzritt. Doch die ganze Zeit traben??? Oje, das konnte ja was werden!

Im Schritt hätte ich zwar mehr von der schönen Gegend gesehen, doch wahrscheinlich aber auch ganz schön die Maximalzeit überschritten. Im Galopp wären wir sicherlich schon am ersten Vet-Check aus dem Rennen gewesen. Also dann doch lieber getrabt auch wenn im Ziel dann  die eine oder andere aufgeriebene Stelle am Knie zu spüren war. Über den Streckenverlauf hatte ich mir schon kurzer Zeit keine großen Gedanken mehr gemacht. Die Stecke war für meine Begriffe sehr gut ausgeschildert. Für mich war es immer ein schönes Gefühl, wenn ich einen Streckenposten passiert hatte. Ich war also noch auf dem richtigen Weg.

 

Ahja! Dann die Sache mit dem unangekündigten Vet-Check. (Wobei ich irgendwie den Verdacht nicht los werden konnte, dass die meisten Reiter wussten wo der ist.) Natürlich war der Puls bei meinen Geronimo etwas zu hoch. Oh Gott! Na gut, Wasser an die Fesseln, kurze Verschnaufpause, zweite Messung, alles in Ordnung und weiter ging?s. Auf der Strecke dann die ersten Überrundungen von den Reitern, welche die 64 Kilometer in Angriff genommen hatten. Nach der Hälfte der Strecke der angekündigte Vet-Check. Bei uns gleiches Spiel wie beim ersten Check. Puls zu hoch, also Wasser an die Fesseln, längere Verschnaufpause, zweites Vorführen und weiter ging?s dem Ziel entgegen. Dann endlich, nach 3 Stunden und 47 Minuten war es vollbracht! Wir hatten das Ziel erreicht! 

 

Ich  kann Jörg Wietschel und seinen ganzem Team nur DANKE sagen für diese gelungene Veranstaltung und hoffen, dass er auch 2007 den 3. Distanzritt auf dem Boxberg organisiert. Geronimo und ich sind auf jeden Fall dabei.

 

Ute Hillhof

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